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Statement von Jenny

Heute wende ich mich das erste Mal seit dem schrecklichen Unfall im September 2018 wieder an euch und ich poste diesen Beitrag aus mehreren Gründen.
Zuerst möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich bei all jenen zu bedanken, die in dieser schweren Zeit zu mir gestanden haben und es weiterhin tun werden. An erster Stelle natürlich bei meiner Familie. Ihr habt mir gezeigt, was es heißt füreinander da zu sein. Ohne euch, und ganz besonders ohne meine Mama und meine Schwester, hätte ich das nie geschafft. Ich danke euch so sehr.
Danke aber auch an alle anderen, die damals an mich gedacht, mir Nachrichten, Briefe, Zeichnungen und sonstige Aufmerksamkeiten geschickt haben, die mir über Facebook alles Gute wünschten oder mir aus der Ferne die Daumen drückten, die mich im Krankenhaus oder auf Reha besuchten, da waren, wenn ich jemanden zum Reden brauchte. Danke an alle, die mir Kraft gegeben haben. Es war schön, in dieser schweren Zeit nicht das Gefühl gehabt zu haben allein zu sein.
Thank you to everyone who sent messages to me and wished me a good recovery after the tragic accident in September!
Danke auch an alle Ärzte und Schwestern, an all die Therapeuten, Trainer, Gruppenleiter usw. auf Reha, im Krankenhaus und in der Zeit danach bis heute, an alle, die dazu beigetragen haben, dass ich heute zuversichtlich in meine Zukunft schauen kann. Ein großes Dankeschön auch an Kärnten Sport, das Olympiazentrum Kärnten, die Mitwirkenden des Projektes Spitzensport und Studium, Babolat und Kempter7, die niemals den Glauben in mich verloren und mich immer weiter unterstützt haben. DANKE
Außerdem möchte ich die Gelegenheit nutzen, um ein paar Worte an Antonia und Chee Tean zu richten. Ich hatte keine Gelegenheit mich von euch zu verabschieden und ich kann es noch immer nicht fassen, es nicht verstehen. Antonia, du warst so unglaublich freundlich und hilfsbereit. Du hast mir ein paar Wochen vor dem Unfall geschrieben, dass du findest, wir Österreicher-Badmintonspieler müssten mehr zusammenhalten. Du hast mir mit deinen Erfahrungen geholfen, als es um die internationalen Turniere ging. Ich werde euch nie vergessen und ich hoffe, es geht euch gut, da wo ihr jetzt seid. RIP Antonia und Chee Tean
Lasst uns die beiden nie vergessen und in ihrem Sinn stärker zusammenhalten. Dieser Unfall hat mir unter anderem gezeigt, dass wir im Badminton eine Familie sind. Dieses Gefühl sollte nicht nur angesichts solcher Ereignisse spürbar werden.
Ich habe lange Zeit gezögert, etwas zu posten, in die Öffentlichkeit zu tragen. Auch aus Respekt Antonia und Chee Tean gegenüber fühlte es sich falsch an. Aber seit dem Unfall sind nun mehr als sieben Monate vergangen. Ich weiß von vielen, dass sie auf Neuigkeiten warten, dass sie sich darüber freuen würden, zu erfahren, wie es mir in den letzten Monaten ergangen ist. Das will ich nun zu guter Letzt auch noch tun- ich will euch meine Geschichte zeigen. Es ist eine Geschichte voller Schmerzen, Trauer, Angst, Verzweiflung, voller Tränen angesichts des schlimmen Verlustes, aber es ist auch eine Geschichte der Hoffnung, des Kampfes, von Zielen und Glauben. So schwer es auch manchmal scheint, es geht weiter, nichts kann ändern was passiert ist, nichts kann die beiden wieder lebendig machen, aber irgendwie sind sie doch immer hier, an unserer Seite, und sie würden nicht wollen, dass wir uns aufgeben.
Ich habe sehr hart gekämpft und viel geschafft. Ich hatte ein großes Ziel, in dieser Saison noch zu spielen, und habe es erreicht. Ich kann wieder am Feld stehen, kann wieder spielen und irgendwie spiele ich auch für Antonia und Chee Tean. Unsere gemeinsame Liebe war das Badminton. 6 ½ Monate nach dem Unfall stand ich das erste Mal wieder für unser Bundesligateam am Feld. Es war ein unglaubliches Gefühl wieder am Feld zu stehen, für dieses geniale Team. Ich weiß es ist noch ein langer und schwerer Weg, der vor mir liegt, aber was ich bisher geschafft habe, zeigt mir, dass man so vieles schaffen kann. Ich werde weiterkämpfen.
in memoriam of Antonia & Chee Tean!